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Agio Agio (ital.) bedeutet Aufgeld oder Aufzahlung. Es ist ein Aufschlag auf den Nennwert, also der Betrag, um den der Emissionspreis bei der Neuausgabe von Wertpapieren über deren Nennwert liegt. Er wird in der Regel in Prozent angegeben.

Aktie Eine Aktie ist ein Wertpapier und verbrieft den Anteil an einer Aktiengesellschaft. Sie sichert dem Inhaber Vermögens- und Mitspracherecht. Ihr Kurs ergibt sich aus Angebot und Nachfrage an der Börse und repräsentiert den Wert des Unternehmens.

Aktienfonds Ein Aktienfonds ist ein Investmentfonds, der ausschließlich oder zum überwiegenden Teil aus Aktien besteht. Entsprechend den jeweiligen Anlagezielen fasst er meist Aktien aus speziellen geographischen (Regionen, Länder), wirtschaftlichen (Branchen, indexorientiert) oder anderen speziellen Bereichen zusammen, um durch die Streuung das Verlustrisiko zu mindern. Aktienfonds zielen auf ein möglichst hohes Kapitalwachstum ab, sind jedoch mit höheren Kursschwankungen verbunden und sollten daher als langfristige Anlage gesehen werden.

Aktiengesellschaft (AG) Eine Aktiengesellschaft (AG) ist eine privatrechtliche Unternehmensrechtsform, bei der das Gesellschaftsvermögen (Grundkapital/Aktienkapital) in Aktien aufgeteilt ist. Die Gesellschafter, die Aktionäre, sind an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt, ohne dafür zu haften. Neben der GmbH, den Kommandit- und Offenen Erwerbsgesellschaften gehört sie zu den Kapitalgesellschaften.

Aktienmärkte Der Aktienmarkt ist ein Teil des Kapitalmarktes und umfasst sämtliche Organisationsformen des weltweiten Aktiehandels. Auf dem Aktienmarkt werden Unternehmensanteile (Aktien) gehandelt.

Anlagerichtlinie Die von der Fondsgesellschaft festgelegten Kriterien, nach denen ein Fonds veranlagt. Aus der Anlagerichtlinie können die Anleger die wichtigsten Informationen zum Kauf eines Fonds ableiten.

Anlageschwerpunkt Der Anlageschwerpunkt eines Investmentfonds definiert, in welchen Wertpapierkategorien oder Wertpapiermärkten der Fonds überwiegend investiert.

Anleihe (engl. bond) Als Anleihe (auch Rentenpapier, Obligation, Schuldverschreibung ) wird ein (in der Regel festverzinsliches) Wertpapier bezeichnet, welches ein Kapitalverhältnis verbrieft, sie bedeutet also eine langfristige Kreditaufnahme. Der Emittent verpflichtet sich zur Rückzahlung des aufgenommenen Geldbetrages sowie zur Zahlung von Zinsen an bestimmten Terminen. Beim Emittenten unterscheidet man zwischen öffentlichen Anleihen (Bund, Länder, Gemeinden...), Industrieanleihen und Anleihen von Hypothekenbanken (Pfandbriefe).

Anleihenfonds (engl. bond fund) Anleihenfonds sind Wertpapierfonds, die ihr Vermögen vorwiegend oder ausschließlich in festverzinslichen Wertpapieren veranlagen. Das Ertragsziel ist auf regelmäßiges Einkommen angelegt. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig und beträgt mindestens 5 Jahre.

Anteilwert (Rechenwert) Der Kurs eines Fonds unterliegt wird täglich aus den Wertpapieren errechnet. Sämtliche Wertpapiere eines Fonds werden zum aktuellen Tageskurs festgestellt. Dazu werden Bargeldbestände und Zinsansprüche addiert und durch die ausgegebenen Anteile dividiert. Der hiermit ermittelte, sogenannte Anteils- oder Rechenwert, ist die Basis für Ausgabepreis bzw. Rücknahmepreis.

Asset Klassen Veranlagungskategorien von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten. die sich als Investment eignen, im Wesentlichen also Aktien, Anleihen, Barreserven.

Asset Allocation Asset Allocation bezeichnet die Aufteilung eines Anlagevermögens auf verschiedene Vermögensgattungen bzw. Anlagekategorien. Dabei werden neben den Eigenschaften der Assets (Chance-Risiko-Relation, Rendite) auch die Präferenzen bzw. die finanzielle Situation des Investors berücksichtigt. Subjektive Präferenzen des Anlegers (Risikobereitschaft, Höhe des Gesamtvermögens) spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

ATX (Austrian Traded Index) Die Abkürzung ATX steht für den Austrian Traded Index, den wichtigsten Aktienindex der meistgehandelten Fließhandelsaktien an der Wiener Börse. Der ATX zeigt die durchschnittliche Entwicklung der enthaltenen Aktien an und ist der meistbeachtete Index für den Wiener Aktienmarkt.

Ausgabeaufschlag Ist eine einmalige Gebühr, die beim Erwerb von Fondsanteilen anfällt. Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Ausgabepreis und Rücknahmepreis eines Fonds.

Ausgabepreis Der Ausgabepreis ist ein täglich berechneter Wert und setzt sich aus Anteilwert und Ausgabeaufschlag laut Fondbestimmungen zusammen. Er ist bei Kauf pro Anteil eines Investmentfonds zu bezahlen.

Ausschüttung Bei Fonds werden die Erträge vom Fondsverwalter an den Anleger in Form einer Ausschüttung weitergegeben, die meist jährlich erfolgt. Die Ausschüttung besteht aus Erträgen, die innerhalb eines Investmentfonds erzielt werden. Wie bei Aktien bewirkt eine Ausschüttung der Erträge einen Rückgang des Fondspreises. Die Erträge werden bis zum Auszahlungstag im Fondsvermögen angesammelt und erhöhen dadurch im Jahresverlauf den Anteilwert. Am Tag der Ausschüttung wird der Ausschüttungsbetrag dem Fondsvermögen entnommen, wodurch sich bei einer gleichbleibenden Anzahl von Anteilen ein niedrigerer Fondspreis errechnet.

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