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Entwicklung
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SRI wird auch auf Grund von Performanceüberlegungen für die Kapitalmärkte immer mehr zum Thema werden. Mit dem gestiegenen Marktvolumen für SRI und dem generell größeren öffentlichen Interesse am Thema Verantwortung von Unternehmen ist in den vergangenen Jahren auch die Zahl der empirischen Untersuchungen stark gestiegen. Wissenschaftliche Untersuchungen stellen in der Mehrheit einen positiven Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und ökonomischem Erfolg fest. Jüngstes Beispiel ist die Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), in der nachhaltige Indizes mit herkömmlichen verglichen wurden. Die 26 untersuchten nachhaltigen Aktienindizes konnten mit den konventionellen Indizes nicht nur mithalten, sonder zum Teil sogar weitaus höhere Wertsteigerungen erzielen.

Betrachtet man die Ergebnisse in ihrer Gesamtheit, so bekommt man den Eindruck, dass Investoren, die in Unternehmen mit sozialer und ökologischer Verantwortung investieren, zumindest nicht befürchten müssen, systematische finanzielle Nachteile gegenüber konventionellen Investments zu erleiden. Daraus lässt sich ableiten, dass sich das Investieren in Unternehmen mit sozialer Verantwortung auch aus einem rein finanziellen Motiv (im Gegensatz zum Fördergedanken) heraus rechtfertigen lässt. Diese Ergebnisse sprechen dafür, dass das Thema SRI kein Nischenthema für eine ganz spezielle Klientel bleibt, sondern auch als Investmentansatz für „konventionelle“ Investoren mit ausschließlich monetären Motiven interessant ist.

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In einem sehr dynamischen Prozess werden also immer größere Teile des Finanzmarktes zur treibenden Kraft im Prozess nachhaltiger Entwicklung. Das geht auch aus einer weltweiten Befragung von 190 Investmentmanagern durch die Unternehmensberatung Mercer hervor. Darin haben 73% der Befragten angegeben, dass sich ihrer Meinung nach die Berücksichtigung von Sozial- und/oder Umweltperformanceindikatoren in zehn Jahren etabliert haben wird. 65% der Befragten gingen davon aus, dass in zehn Jahren ein Positiv- oder Negativ-Sreening nach Nachhaltigkeitskriterien üblich sein wird. 40% rechnen damit sogar innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Es wird sich in Zukunft noch stärker zeigen, dass Unternehmen mit einer integrierten Nachhaltigkeitsstrategie besser auf eine sich verändernde Gesellschaft, eine sich verändernde Umwelt und Umweltgesetzgebung und auf die sich abzeichnenden Veränderungen an den Märkten für Rohstoffe und Energie vorbereitet sind. Unternehmen, die diese „Zeichen der Zeit“ zu lesen vermögen, werden daraus letztlich auch wirtschaftlichen Gewinn erzielen. Vieles spricht dafür, dass Anleger hier zumindest langfristig vergleichbare oder gar bessere Renditen als im Durchschnitt erwarten können. Wir sehen daher SRI nicht als Nischensegment für eine Spezialklientel an, sondern sind davon überzeugt, dass sich der Ansatz auch unter Mainstream-Investoren durchsetzen wird.

Der Investmentstil des nachhaltigen Investments wird sich weiter etablieren. Es ist zu erwarten, dass sich das dynamische Wachstum noch beschleunigen wird. Schon jetzt ist dieses Segment das am stärksten wachsende der gesamten Fondsbranche, wenngleich der Anteil an der Gesamtheit der Geldanlagen erst bei ca. 1 bis 2 % liegen dürfte. Es zeichnet sich bereits heute ab, dass institutionelle Anleger, die nicht zu den klassischen SRI-Investoren zählen, dieses Feld verstärkt erschließen werden. So investiert der norwegische Petroleum Fund, einer der größten institutionellen Investoren weltweit mit ca. 150 Mrd. Euro Anlagevolumen, bereits seit 2004 nach eigenen Ethik-Richtlinien. Eine Gruppe von führenden europäischen Vermögensverwaltern, Pensionsfonds und Stiftungen wollen verstärkt bei Börsenmaklern, die bei der Aktienanalyse auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen, kaufen. Sie reservieren 5% der Brokerkommissionen für solche Adressen. An der „Enhanced Analytics Initiative“ (EAI) beteiligen sich Investoren mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 382 Mrd. Euro.

Die einflussreichste Initiative institutioneller Investoren ist das Carbon Disclosure Project (CDP). Dieser Zusammenschluss von 143 institutionellen Investoren mit einem Anlagevolumen von insgesamt 20 Billionen USD verschickt jährlich einen Fragebogen an die 500 weltweit größten Unternehmen, um Klarheit über direkte und indirekte Klimarisiken für die Unternehmen zu erlangen. Unzählige Naturkatastrophen haben deutlich veranschaulicht, dass sich der globale Klimawandel zu einem der dringlichsten Umweltprobleme entwickelt. Es wird immer deutlicher, dass die direkten und indirekten Auswirkungen des Klimawandels ein deutlicher Risikofaktor für Unternehmen sind. Als eine logische Folge hieraus beginnen die Kapitalmärkte, diese Risiken zu analysieren und zu bewerten. Im Rahmen der Studie „Von Economics zu Carbonomics“ hat die WestLB auf Basis von volkswirtschaftlichen Modellrechnungen für die Aktienmärkte weltweit einen „Market Value at Risk“ in der Größenordnung von 210 bis 915 Mrd. USD geschätzt. Die potentiellen Auswirkungen des Klimawandels auf den Shareholder Value sind daher an sich bereits ein absolut hinreichender Grund, sich systematisch mit Klimawandelrisiken aus der Kapitalanlagesicht zu beschäftigen.

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Aktuelles
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08.03.2010
» PRESSEMITTEILUNG:
Nachhaltigkeitsfonds auch in Deutschland
Nummer 1: Lipper Fund Award Deutschland für Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG
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23.02.2010
» Die Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG unterstützt als erste österreichische Kapitalanlagegesellschaft das Carbon Disclosure Project
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16.02.2010
» Global Challenges Index: Kanadischer Eisenbahnkonzern neu im Nachhaltigkeitsindex
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Lipper Fund Award 2010
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