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Nachhaltigkeit und Bienen - was wir lernen können und wo es unsere Hilfe braucht. Eine Kooperation mit der ECODESIGN company GmbH.

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Wenn wir von Nachhaltigkeit/Zukunftsfähigkeit/Sustainability lesen und hören geht es meist um Fragen des Ressourcen- und Energieverbrauchs, der Biodiversität oder um soziale gerechte Lebensbedingungen. Wie gehen wir als Gesellschaft mit diesen Themen um? Wie nutzen wir Energie und Rohstoffe? Wie agieren wir als Gemeinschaften?
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Hier lohnt ein Blick in den Bienenstock – das Erkenntnispotential ist reichhaltig. Wussten Sie, dass sich die Bienen aus lediglich drei Rohstoffen (Pollen, Nektar und Wasser) Flugbenzin, Nahrung, Medizin und Baumaterialien machen können? Dass der Bien (als Superorganismus) in der Lage ist unter verschiedensten klimatischen Bedingungen ständig konstante Temperatur und Feuchtigkeit im Bienenstock aufrecht erhalten kann und damit das Heizen, Kühlen, Befeuchten perfekt beherrscht. Transportdistanzen werden optimiert und limitiert. Wer zu weit fliegt bringt nur mehr geringe Mengen an Vorräten zurück und sucht daher nähere Nahrungsquellen. Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen.

Ein wesentlicher Punkt ist auch der aktuelle Wert der Honigbiene in der Landwirtschaft, der sich durch die nicht ersetzbare Bestäubungsleitung ausdrückt. EU-weit sind das 22 Mrd. Euro und damit ist die Honigbiene das dritt wichtigste Nutztier in der Landwirtschaft. Die Honigbiene ist aus dieser Sicht unverzichtbar jedoch in echter Gefahr. Derzeit sind wir in Europa und Amerika mit einem massiven Bienensterben konfrontiert. Ein neuer Name wurde gefunden: Collony Collapse Disorder. Ein Hauptverdächtiger für diese Krankheit ist ausgemacht – die Varroa Milbe. Diese zu Beginn der 80-er Jahre aus Asien eingeschleppte Schädling wird immer mehr zur Gefahr. Sie vermehrt sich ungehindert in den Bienenstöcken und verursacht ohne Eingriffe des Imkers einen Zusammenbruch der Völker. Die gängige Praxis zeigt, dass bisherige Ansätze in der Bekämpfung der Varroa Milbe zunehmend weniger greifen, da sich klimawandelbedingt Verschiebungen in den zeitlichen Abläufen und Entwicklungsmöglichkeiten ergeben. Es bedarf neuer Methoden, die jederzeit im Bienenjahr einsetzbar sind und die nicht mehr wie die chemische Bekämpfung erst nach der Honigernte angewandt werden können – denn dann kann es schon zu spät sein.

Neu ist die Entwicklung eines Geräts zur thermischen Varroa-Bekämpfung. Mit dem Varroa Controller wurde in den letzten drei Jahren ein Gerät entwickelt mit dem man chemiefrei und damit jederzeit gegen einen zu hohen Varroadruck im Bienenvolk vorgehen kann. Der Varroa Controller ist ein patentiertes Qualitätsprodukt und wird in Österreich hergestellt. Er nutzt das bewährte Prinzip der Hyperthermie zur gezielten Erwärmung der verdeckelten Bienenbrut. Dies führt zum Hitzetod der Milben und unterbricht deren Vermehrungszyklus. Für die Bienenbrut ist die kurzzeitige Erwärmung kein Problem. Damit können von der Milbe befallene Stöcke gerettet werden bzw. im Rahmen einer Frühjahrsbehandlung sichergestellt werden, dass sich die Varroa Milbe erst gar nicht so stark entwickeln kann.

Das Bankhaus Schelhammer & Schattera zeigt im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsinitiative Engagement, setzt einen zukunftsorientierten Schritt und fördert in einer Kooperation mit der ECODESIGN company GmbH den Einstieg in die Wärmebehandlung mit dem Varroa Controller. Imkerverbände und Ortsgruppen werden durch das Bankhaus bei der Anschaffung des Gerätes finanziell unterstützt. Damit soll ein Beitrag zur Aufrechterhaltung der Bestäubungsleistung erbracht werden. Denn ohne Bienen wäre nicht nur unsere Landwirtschaft sondern auch in der Folge unsere Ernährungssicherheit massiv bedroht.

Autor: Ao. Univ. Prof. Dr. Wolfgang Wimmer, begeisterter Imker, Entwickler des Varroa Controllers und Geschäftsführer der ECODESIGN company GmbH.

Mehr zum Thema und Informationen zur Förderung finden Sie unter: www.varroa-controller.com

Buchtipps:
• Der Bien: Superorganismus Honigbiene , Jürgen Tautz.
• Welt ohne Bienen: Wie das Sterben einer Art unsere Zivilisation bedroht, A. Benjamin, B. McCallum.

 

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