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Bankhaus Schelhammer & Schattera konnte 2009 kräftig zulegen

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- EGT und Jahresüberschuss (gegenüber 2008) fast verdreifacht
- Jahresgewinn für 2009 beläuft sich auf rd. 3,2 Mio. Euro
- Dividendenausschüttung: 85 Euro pro Aktie
- Starkes Neukundengeschäft als Folge der Finanzkrise
- Hervorragende Performance der nachhaltigen Produkte
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Das Bankhaus Schelhammer & Schattera sieht den Schwenk in Richtung nachhaltiges Denken in allen Bereichen, und dazu zählt natürlich auch die Finanzwirtschaft, nicht nur als Chance, sondern als unabdingbare Notwendigkeit. "Natürlich haben wir dabei eine andere Perspektive, als die meisten anderen Marktteilnehmer, weil wir dieses Prinzip über Jahrzehnte leben. Als Bank der Kirche bestimmen hohe ethische und moralische Prinzipien unsere verantwortungs-volle und risikobewusste Geschäftspolitik – in der Vergangenheit wie in der Zukunft", betont Generaldirektor Komm.-Rat Helmut Jonas.
Das Bankhaus Schelhammer & Schattera, das zu 85% Institutionen der römisch-katholischen Kirche in Österreich gehört, konnte erfreulicherweise gerade in für die Finanzindustrie besonders schwierigen Zeiten viele neue Kunden akquirieren, denen insbesondere die einfache, verständliche Produktpalette, die kompromisslose Wertewelt und auch die Art, wie die Kunden betreut werden, besonders zusagt. Augenscheinlich war auch, dass deutlich mehr Menschen als früher wert darauf legen, dass das veranlagte Geld – nachvollziehbar – in Projekte investiert wird, die nachhaltigen Kriterien, und keinesfalls spekulativen, entsprechen.

Die älteste Privatbank Wiens (gegründet 1832) präsentiert sich in äußerst schwierigen Zeiten, in denen viele Banken staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen müssen, als äußerst liquides und eigenkapitalstarkes Unternehmen. Die anrechenbaren Eigenmittel gem. § 23 BWG belaufen sich auf 92,7 Mio. Euro (2008:  89,6 Mio.). Die erforderlichen Eigenmittel gem. § 22 Abs. 1 BWG sind durch die anrechenbaren Eigenmittel um in etwa das 3-Fache gedeckt.
Die Bilanzsumme konnte 2009 um knapp 7% auf 749,5 Mio. Euro erhöht werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) mit knapp über 7 Mio. Euro (2008: 2,6 Mio.) war vor allem durch das 2009 deutlich verbesserte Wertpapiergeschäft gekennzeichnet. Der Jahresüberschuss belief sich auf 5,6 Mio. Euro. Nach Dotierung der Rücklagen ergibt sich ein Jahresgewinn für 2009 in Höhe von rd. 3,2 Mio. Euro (2008: 1,7 Mio.).
Der Vorstand wird – nach Zustimmung des Aufsichtsrates – der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von 75 Euro plus 10 Euro Bonus pro Aktie auszuschütten.


7,2% Plus bei Kundeneinlagen

Insgesamt hat das klassische Spareinlagengeschäft 2009 mit 170 Mio. Euro knapp das Niveau aus 2008 (173,5 Mio.) erreicht. Die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Spar-einlagen plus sonstige Verbindlichkeiten) haben sich 2009 um 5,9% auf 523,3 Mio. Euro erhöht. Eigene Emissionen (Kassenobligationen) umfassten per 31.12.2009 105,9 Mio. Euro (31.12.2008: 93,1 Mio.). Dies war auch ein hoher Ausdruck des Kundenvertrauens in die Bank, die den Großteil des Jahres überwiegend „bankfremdes Risiko“ abgelehnt hatten.
Kundeneinlagen (Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie Kassenobligationen) haben somit im Geschäftsjahr 2009 ein Gesamtvolumen von 629,2 Mio. Euro erreicht (+7,2%) und nehmen einen Anteil an der Bilanzsumme von fast 84% ein.
Der werteorientierte Zugang, die Fokussierung auf Ethik und Nachhaltigkeit im Bereich Geldanlage und Vermögensmanagement ist das wesentliche Charakteristikum und eine wesentliche Motivation für viele Menschen, Kunden bei Schelhammer & Schattera zu werden.
Die Bank hat in diesem Bereich eine starke Marktposition erreicht und bietet eine professionelle Vermögensverwaltung mit konservativen bis dynamischen Depots an. Die Bank sieht es allerdings explizit nicht als ihre Aufgabe, mit Kundengeldern wie auch mit eigenen Veranlagungen in hochspekulative Anlageformen zu gehen.


Starkes Wachstum bei Krediten: +35,7% gegenüber Vorjahr

Auf der Finanzierungsseite konnte 2009 ein sehr starkes Wachstum verzeichnet werden. Die Forderungen an Kunden, also das aushaftende Kreditvolumen, haben sich um mehr als 35% von 156,4 Mio. im Jahr 2008 auf 212,3 Mio. Euro per Jahresende 2009 erhöht.
Ein Schwerpunkt bei Privatkunden ist der Bereich Immobilien- und Wohnraumfinanzierung. Kunden im Segment Freiberufler sind vor allem Steuerberater, Anwälte, Ärzte, Architekten, Wirtschaftstreuhänder. Im Unternehmensgeschäft ist das Bankhaus vor allem auf kleinere und mittlere Betriebe in Ostösterreich konzentriert. Dazu kommen in ganz Österreich kirchliche Kunden (insbesondere Wirtschaftsbetriebe bzw. land- und forstwirtschaftliche Betriebe von Klöstern und Stiften).

Die wichtigsten Kennzahlen 2009:

AKTIVA    Veränderung   per 31.12.2009 (TSD EUR)

Wertpapiere
+14,51%   187.322 

Geldmarktanlagen, flüssige Mittel
– 10,21%   314.682

Forderungen gegenüber Kunden
+35,67%   212.182

Sonstige
35.314

Bilanzsumme
749.500

PASSIVA

Kundeneinlagen
+  5,94%   523.347

Eigene Emissionen
(nur Kassenobligationen)
+13,71%   105.897

Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
+14,44%     26.716

Eigenkapital
+  3,52%     77.886

Sonstige
15.654

Bilanzsumme
+ 6,98%   749.500

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