Ausschlusskriterien

Die Definition strengster Ausschlusskriterien verhindert die Veranlagung in Branchen und Länder, deren Praktiken im Widerspruch zu Nachhaltigkeit und Ethik stehen. Die Ausschlusskriterien gelten nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern erstrecken sich auch auf Tochtergesellschaften und verbundene Unternehmen.

Ausgeschlossene Unternehmen

KriteriumAusgeschlossen werden
AbtreibungProduzenten von Pharmazeutika, die ausschließlich zur Durchführung von Abtreibungen entwickelt wurden. Betreiber von Kliniken, in denen Abtreibungen vorgenommen werden.
Arbeitsrechtsverletzungen

Unternehmen, die selbst oder deren Zulieferer und Subunternehmer gegen die international anerkannten Prinzipien der ILO Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work (Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Diskriminierung oder Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit) verstoßen. 

AtomenergieProduzenten von Atomenergie. Produzenten von Kernkomponenten von Atomkraftwerken ab 5% Umsatzanteil und Produzenten von Uran ab 5% Umsatzanteil.
DrogenProduzenten von Drogen, die per Gesetz nicht zum Konsum zugelassen sind.
Embryonenverbrauchende ForschungUnternehmen die nachweislich verbrauchende Forschung am menschlichen Embryo oder an embryonalen Zellen betreiben.
GlücksspielAnbieter von besonders kontroversen Formen des Glücksspiels (z.B. Casinos oder Wettbüros, Herstellung von Glücksspielautomaten). Anbieter von sonstigen Formen des Glücksspiels (z.B. Lotterien, Gewinn- und Ratespiele im Fernsehen oder Radio) ab einem Umsatzanteil von 5%.
Grüne GentechnikProduzenten von gentechnisch verändertem Saatgut oder Tieren ab einem Umsatzanteil von 5%.
Hochvolumen-FrackingUnternehmen, die Hochvolumen-FrackingVerfahren anwenden.
KohleUnternehmen, die im Bereich der Kohleförderung tätig sind.
Kontroverses UmweltverhaltenUnternehmen, die selbst oder deren Zulieferer und Subunternehmer Umweltgesetze oder allgemein anerkannte ökologische Mindeststandards / Verhaltensregeln massiv missachten. Darunter fallen bspw. Großprojekte (z.B. Pipelines, Minen, Staudämme), die eine besonders schädliche Wirkung auf die Ökosysteme in der betroffenen Region haben.
MenschenrechtsverletzungenUnternehmen, die selbst oder deren Zulieferer und Subunternehmer gegen international anerkannte Prinzipien im Bereich der Menschenrechte verstoßen. Darunter fallen insbesondere Handlungen mit massiver Gefährdung der Gesundheit oder des Lebens von Menschen, Menschenhandel, Gewaltanwendung, sowie Handlungen, welche die Selbstbestimmungsrechte in massiver Weise missachten.
ÖlsandeUnternehmen, die im Bereich der Förderung von Ölsanden tätig sind.
PornographieProduzenten von pornographischem Material. Anbieter von pornographischen Dienstleistungen. Händler von pornographischem Material ab einem Umsatzanteil von 10%
RüstungProduzenten und Händler geächteter Waffen laut UN-Deklaration (Römer Statut des Internationalen Strafgerichtshofes) und Produzenten und Händler von Rüstungsgütern ab einem Umsatzanteil von 5%.
TabakProduzenten aller Arten von Tabakprodukten (Zigaretten, Zigarren, separater Tabak, Kautabak).

Ausgeschlossene Länder

KriteriumAusgeschlossen werden
ArbeitsrechtsverletzungenLänder, in denen die Arbeitsbedingungen insbesondere in Bezug auf Mindestlöhne, Arbeitszeiten und Sicherheit & Gesundheit unangemessen niedrig sind.
AtomenergieLänder in denen der Atomenergieanteil am Primärenergieverbrauch höher als 10% ist.
EuthanasieLänder, in denen die aktive Sterbehilfe für todkranke Menschen legalisiert ist. Kinderarbeit Länder in denen die Beschäftigung von Kindern weit verbreitet ist.
KlimaschutzLänder, die das Pariser Übereinkommen nicht ratifiziert haben, sowie Länder, die das „Kyoto Protocol to the United Nations Framework Convention on Climate Change“ nicht ratifiziert haben.
MenschenrechtsverletzungenLänder, in denen die Menschenrechte beispielsweise bezüglich politischer Willkür, Folter, Privatsphäre, Bewegungsfreiheit und Religionsfreiheit wesentlich eingeschränkt sind.
Presse- und MedienfreiheitAls Verstoß gilt, wenn in einem Land die Presseund Medienfreiheit massiv eingeschränkt ist.
RüstungsbudgetLänder, die ein Rüstungsbudget von mehr als 3% des BIP aufweisen.
TodesstrafeLänder, welche die Todesstrafe laut amnesty international nicht gänzlich abgeschafft haben.
VereinigungsfreiheitAls Verstoß gilt, wenn in einem Land die Vereinigungsfreiheit massiv eingeschränkt ist, insbesondere bzgl. der Möglichkeiten friedlicher Versammlungen und gewerkschaftlicher Organisation