Geschichte

  • 1832

    Stabilität seit 1832

    Das heutige Bankhaus Schelhammer & Schattera wurde 1832 vom Kaufmann C. M. Perisutti gegründet, startete seine Geschäfte in der Wiener Kärntner Straße und agierte ab dem Jahr 1858 auf der Adresse Stephansplatz 11.

  • 1876

    Im Jahr 1876 übernahmen die heutigen Namensgeber, Carl Schelhammer und Eduard Schattera, die Firma, die damals rechtlich als Offene Handelsgesellschaft firmierte. In den Folgejahren entwickelte sich Schelhammer & Schattera von einer kleinen Wechselstube zu einer Universalbank mit einem weitverzweigten Korrespondentennetz innerhalb der Monarchie.

  • 1900

    Schon um die Jahrhundertwende wurde der eherne Grundsatz, der bis in die Gegenwart gilt, keine spekulativen Geschäfte einzugehen, im Reglement der Bank festgehalten.

  • 1913

    1913, also noch vor Beginn des Ersten Weltkrieges, war in Österreich die Klassenlotterie eingeführt worden. Schelhammer & Schattera wurde die größte Geschäftsstelle der österreichischen Klassenlotterie.

  • 1914

    Der Erste Weltkrieg und die anschließende schwierige wirtschaftliche Entwicklung stellte für Schelhammer & Schattera – wie für alle Banken – eine weitere große Herausforderung dar.

  • 1924

    Die Einführung des Schilling im Dezember 1924 leitete einen harten Sanierungsprozess ein, der von einem Bankensterben begleitet war. Von den 66 Aktienbanken, die Anfang des Jahres 1924 in Österreich bestanden, überlebten nur 36 das Jahresende. Schelhammer & Schattera überlebte diese Zeit ebenso unbeschadet wie den Zusammenbruch der Börsen im Oktober 1929.

  • 1933

    Erweiterung um Wechselstuben

    1933 wurde im Handelsregister Wien als neuer Firmenname „Bank- und Wechselhaus Schelhammer & Schattera" eingetragen.

  • 1934

    1934 erhielt Schelhammer & Schattera die Konzession, Wechselstuben in den neuen Spielcasinos zu betreiben, und errichtete am Semmering, in Baden, Salzburg, Kitzbühel und Badgastein Wechselstuben als Zweigniederlassungen. Hier liegt auch der Ursprung der späteren Beteiligung an den Casinos Austria.

  • 1938

    Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs begann sich die Geschäftstätigkeit von Schelhammer & Schattera wie für alle Banken unter dem Einfluss der deutschen Staatsführung zu wandeln.

  • 1945

    Im April 1945 brannte der Stephansdom ab und mit diesem das in unmittelbarer Nähe gelegene Bankhaus. Zum ersten Mal in seiner Geschichte stand Schelhammer & Schattera vor dem Nichts.

  • 1954

    1954 wurden neue Bankräume an der Adresse Goldschmiedgasse 3 bezogen. Diese Adresse hat das Bankhaus bis zum heutigen Tag beibehalten. 

  • 1955

    Ursprünge der „Bank der Kirche“

    Die Kriegs- und Nachkriegsereignisse stellten die Kirche in Österreich vor enorme finanzielle Probleme, die letztendlich in der Begebung von Anleihen am Kapitalmarkt, den so genannten Kirchlichen Aufbauanleihen, mündeten. Als Rechtsträger dafür wurde 1955 die „Aktiengesellschaft zur Förderung von wirtschaftlichen Unternehmungen und Bauvorhaben“ gegründet. Schelhammer & Schattera übernahm die Betreuung der Kirchlichen Aufbauanleihen an der Börse und leistete insgesamt einen wertvollen Beitrag zum Erfolg dieses Unternehmens.

    Die intensive Involvierung des Bankhauses war auch der Beginn einer langjährigen engen Beziehung zwischen Schelhammer & Schattera und der Kirche, die im Rahmen einer Gesellschafter-Neustrukturierung in einem rund 85%-igen Mehrheitseigentum durch Institutionen der katholischen Kirche Österreichs mündete.

  • 1959

    Formalrechtlich begann 1959 diese neue Ära, die bis 2015 andauern sollte. Dipl.-Ing. Josef Melchart, der als Steuer- und Betriebsberater freiberuflich tätig war, wurde mit einem 15% Anteil Gesellschafter und Geschäftsführer des Bankhauses. Kommanditisten wurden die Unitas-Solidaris Treuhandgesellschaft m.b.H., Dkfm. Dr. Ernst Piermayr und die Aktiengesellschaft zur Förderung von wirtschaftlichen Unternehmungen und von Bauvorhaben, die die Kirchlichen Aufbauanleihen begeben hat.

  • 1988

    Pionier für ethisch-nachhaltige Bankdienstleistungen

    1988 wurde die Bankhaus Schelhammer & Schattera Kapitalanlage GmbH gegründet. Maßgeblich hiefür war nicht nur das steuerliche Umfeld, sondern auch der Wunsch der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs nach geeigneten Investmentfonds zur Sicherung der Altersvorsorge von Ordensangehörigen.

  • 1990

    1990 wurde den sich ständig ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen Rechnung getragen und die Rechtsform des Bankhauses von einer Personengesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Umwandlung der Rechtsform machte nun auch die Fusion mit der - aufgrund der Eigentümerstrukturen und der defacto Identität der Geschäftsführungen mit dem Bankhaus sehr eng verbundenen - Aktiengesellschaft zur Förderung von wirtschaftlichen Unternehmungen und von Bauvorhaben (Förderungs-AG) rechtlich möglich.

    Begleitet war die „Bank der Kirche“, wie Schelhammer & Schattera in dieser Zeit bezeichnet wurde, von einem klaren Bekenntnis zur christlichen Wertewelt. Sukzessive begann man dann auch in den 1990-er Jahren die Produktwelt an klar definierten ethisch-nachhaltigen Vorgaben auszurichten.

  • 2000

    Zu Beginn der 2000-er Jahre wurden auch die ersten SUPERIOR Fonds ethisiert und das Bankhaus baute seine Marktposition als Pionier auf dem Gebiet ethisch-nachhaltiger Produkte aus.

  • 2015

    Teil der GRAWE Bankengruppe

    Die im Jänner 2015 vereinbarte Übernahme der Mehrheitsanteile am Bankhaus Schelhammer & Schattera durch die GRAWE Bankengruppe konnte am 9. Juni 2015 mit dem sogenannten "Closing" abgeschlossen werden. Die bisher von der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs sowie von einigen Orden und kirchlichen Institutionen gehaltenen Aktien sind auf die GRAWE Bankengruppe übergegangen, die aktuell mehr als 86% der Anteile am Bankhaus Schelhammer & Schattera hält.

    Die Bankhaus Schelhammer & Schattera AG ist nun vollkonsolidiertes Mitglied der Kreditinstitutsgruppe der Bank Burgenland und kann seine Produkt- und Leistungspalette um die Produkte der GRAWE Bankengruppe deutlich erweitern.

  • 2016

    2016 wurde die Verwaltung der Investmentfonds innerhalb der GRAWE Bankengruppe unter dem Dach der Security KAG gebündelt.  Die Security KAG verwaltet jene Investmentfonds, welche auch die Grazer Wechselseitige Versicherung im Deckungsstock und in der Eigenveranlagung einsetzt.