EU-Fahrplan zur CO2-armen Wirtschaft bis 2050

03.12.2018

Die Euopäische Komission hat am 28. November ein Strategiepapier zu einer CO2-armen Wirtschaft bis 2050 präsentiert, welches nun auch mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens (den Anstieg der Durchschnittstemperatur auf 1,5 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen) übereinstimmen soll.

Angestrebt wird die Reduktion der Treibhausgasemissionen um 80 % gegenüber dem Stand von 1990 bis 2050. Besonders im Energiesektor sieht man großes Potential. „Der Strom wird aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse oder anderen emissionsarmen Quellen wie Atomkraftwerken oder fossilen Kraftwerken mit Technologien zur Abscheidung und Lagerung von Kohlendioxid stammen. Dies erfordert hohe Investitionen in intelligente Netze."

Auffallend ist, dass auch Atomkraftwerke eine wesentliche Rolle zur Erreichung der Ziele spielen sollen und somit im direkten Konflikt mit nationalen Strategien, wie dem Atomausstieg in Deutschland, stehen. Auch wie genau die „hohen Investitionen“ aufgebracht werden sollen, ist nicht geklärt. Betrachtet man die aktuellen Ziele der EU-Mitgliedsstaaten zur CO2 Reduktion („Current Policy“), zeigt sich ein relativ großes „GAP“ im Vergleich zum EU-Strategiepapier auf. Die Umsetzung in den Mitgliedsstaaten dürfte sich folglich äußerst spannend gestalten.

 

(Quellen: https://ec.europa.eu/clima/policies/strategies/2030_de,  https://ec.europa.eu/clima/policies/strategies/2050_de)

 

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