Asean Staaten kämpfen gegen Plastikmüll

24.06.2019

Im Rahmen des 34. Gipfels der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) einigten sich die Teilnehmer darauf, die in ihren Ländern produzierten Abfälle im Meer bis zum Jahr 2025 „in bedeutendem Umfang zu reduzieren“. Mit Unterzeichnung der „Bangkoker Erklärung zum Kampf gegen die Meeresverschmutzung“ haben sich die ASEAN-Staaten Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam zur Umsetzung dieses Ziels verpflichtet. 

Mehr als acht Milliarden Tonnen Plastik-Müll landen jedes Jahr in den Meeren, für mehr als die Hälfte davon sind die fünf asiatischen Länder China, Indonesien, die Philippinen, Vietnam und Thailand verantwortlich, wie aus einem Bericht der Organisation Ocean Conservancy hervorgeht. 

Kritik an den vereinbarten Vorgaben kommt jedoch von Umwelt-NGOs. Sie kritisieren das Fehlen von konkreten Zielen und eines Zeitplans. Ein Vorgehen gegen die größten Umweltsünder und mögliche Strafen werden in der Erklärung ebenfalls nicht angeführt. Auch die wichtige Rolle der westlichen Staaten wird in der Bangkoker Einigung nicht berücksichtigt. Aus Industrieländern werden tonnenweise Abfall nach Südostasien verschifft. Vielfach ist dieses Vorgehen auch vertraglich mit Handelspartnern in südostasiatischen Ländern geregelt.

Neben der Abfallproblematik war auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit der ASEAN-Staaten Thema der Konferenz. Angesichts des Handelskonflikts der USA mit China betonte der thailändische Regierungschef Prayuth Chan Ocha die Notwendigkeit einer engeren Kooperation der südostasiatischen Länder.

« zurück